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Hänsel und Gretel


Hänsel & Gretel – das Märlitheater für die ganze Familie

Zwei Geschwister, ein Knusperhäuschen und die alte Hexe sind die Hauptzutaten des kurzweiligen und bekannten Grimm-Klassikers «Hänsel & Gretel». Die Geschichte ist diese Saison als Dialektmärchen für die ganze Familie auf der Bühne zu sehen und sorgt für glänzende Kinderaugen. Das Ziel ist es, eine Geschichte zu erzählen und das Publikum gleichzeitig am Geschehen auf der Bühne mitwirken zu lassen.

Die Textfassung schrieb der Gründer Jörg Christen – gewürzt mit viel Humor und dem Gespür für eine kinder- und bühnengerechte Umsetzung. Für die Inszenierung zeichnet sich Fabio Romano verantwortlich.

Im Ensemble des Reisetheaters spielen bekannte und ausgebildete Darsteller und Darsteller-innen: Anina Himmelberger, Denis Maurer, Carole Kay, Rainer Früh, Melanie Kurmann, Fabio Romano und Jörg Christen. Sie garantieren einen märchen-haften Theaternachmittag für die ganze Familie.

Die Geschichte von Hänsel & Gretel

Am Rande eines Grossen Waldes wohnt ein armer Holzhacker mit seiner Frau und seinen beiden Kindern, Hänsel und Gretel. Sie sind so arm, dass sie oft nichts zu essen haben und am Abend hungrig ins Bett gehen müssen. In der Not lässt sich der Vater von seiner Frau dazu überreden die Kinder am nächsten Morgen in den Wald mitzunehmen und sie dort alleine zurückzulassen. Doch Hänsel hört alles mit und kann mit Geschick das Unheil abwenden. Dank Hänsels Idee finden die Beiden den Heimweg wieder. Doch der Vater lässt sich ein zweites Mal überreden, und dieses Mal konnte Hänsel seinen Plan nicht wieder umsetzen und muss anstelle Steinchen, Brotkrümel streuen. Doch diese fressen die Vögel und so fanden sie den Weg nach Hause nicht mehr. Hänsel und Gretel irrten im Wald herum und schlafen unter einem Baum. Am nächsten Morgen stehen Sie hungrig auf, um weiter nach dem Weg zu suchen. Plötzlich sehen sie ein wunderschönes...

Der Hintergrund

Die erste handschriftliche Urfassung wurde von Wilhelm Grimms 1810 erfasst, die Quellen sind verschiedenen Erzählungen aus Hessen. Eine zweite Fassung schrieb er 1819. Hänsel und Gretel ist zweifelsfrei eines der wohl bekanntesten deutschsprachigen Märchen. In dieser Geschichte geht es um die grossen Gegensätze: Armut – das tatsächliche Hungern und leben am Existenzminimum und Reichtum – das Mästen um gefressen zu werden. Aber auch Trennung und Wiedersehen und der Zusammenhalt der beiden Kinder spielt eine wichtige Rolle in diesem Märchen. Hänsel und Gretel erzählt aber auch die Geschichte zweier Kinder die sich vielen Konflikten stellen müssen. Plötzlich auf sich alleine gestellt, müssen sie lernen zu teilen, sich zu vertrauen und miteinander zu Recht zukommen. Damit sie sich gemeinsam den Schwierigkeiten und Ängsten stellen und somit die Grundlage für eine bessere Zukunft schaffen. Wird dies ihnen gelingen?

Märchen und ihre Botschaften

Im Gegensatz zu den sogenannten Kunstmärchen lässt sich bei Volksmärchen kein bestimmter Urheber feststellen. Die mündliche Weitergabe war lange Zeit die einzige und ist bis heute die natürlichste Form der Überlieferung. Weil Märchen den Zuschauer oder Zuhörer anregen, eigene Sinnfragen zu stellen und eigenständige Antworten zu liefern, haben sie eine grosse Bedeutung für die Entwicklung des Menschen. Märchen liefern keine Belehrung über das richtige Verhalten in der realen Welt. Märchen erheben auch keinen Anspruch, die Welt so zu beschreiben, wie sie ist. Vielmehr weckt die sinnbildliche Märchensprache beim Leser und Theaterbesucher eigene Bilder und regt ihn an, diese für sich zu deuten. Selbst wenn alle dasselbe sehen oder hören, so deutet jeder die Bilder anders, je nach Herkunft, Lebenserfahrung und kultureller Zugehörigkeit. Märchen sind also vielfältig auslegbar.

Märchen sprechen das ganzheitliche Denken an. Dazu gehört die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen und nach dem Unsichtbaren, dem Geheimnisvollen zu suchen. Aufgrund ihrer Vielschichtigkeit lassen Märchen der Fantasie des Zuhörers viel Spielraum. Jeder fühlt und sieht, was er will – es gibt kein richtig oder falsch. Vielleicht fördern Märchen deshalb auch die Fähigkeit, mit alltäglichen Gefühlen wie Furcht, Täuschung oder Einsamkeit besser umzugehen.

Die Märchen der Gebrüder Grimm

Das internationale Advisory-Komitee für das UNESCO-Programm «Memory of the World» hat am 17. Juni 2005 die Kasseler Handexemplare der «Kinder- und Hausmärchen» der Brüder Grimm offiziell in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Die Märchen-sammlung der Gebrüder Grimm ist neben der Luther-Bibel das bekannteste und weltweit verbreitetste Buch der deutschen Kulturgeschichte. Es wurde in über 160 Sprachen und Dialekte übersetzt.

Das Reisetheater

Das Reisetheater Zürich wurde 1982 von Jörg Christen gegründet. Sein Ziel: Theater-aufführungen in Gebiete der Schweiz zu bringen, die nicht über ein eigenes Theater-Ensemble verfügen. Dadurch wird eine Aufführung des Reisetheaters oft zum zentralen Theatererlebnis für die ganze Familie, nicht zuletzt dank der fairen Eintrittspreise. Mit jährlich rund 20'000 begeisterte Zuschauer sind der beste Beweis dafür.

Das Ensemble des Reisetheaters hat im Verlauf der letzten 38 Jahre einen unverwechsel-baren Stil entwickelt. Einen Stil, der sich für Märchen besonders eignet, weil er die Fantasie der Zuschauer anregt und ihnen genügend Freiraum für eigene Bilder lässt. Märchen aus unserem Kulturkreis wie jene der Gebrüder Grimm sind auch im Zeitalter von Computerspielen und Fernsehen beliebt, denn sie widerspiegeln auch heute noch unseren Alltag in all seinen Facetten.

Vielen Zuschauern ist das Reisetheater indirekt bekannt – wegen der Stimmen der Schau-spieler und Schauspielerinnen: Sämtliche «Pingu-Kassetten» wurden vom Ensemble des Reisetheaters besprochen. Mit über 80 Geschichten auf 38 Kassetten und CDs ist Pingu die erfolgreichste Dialekthörspiel-Reihe der Schweiz.

Im Jahr 2008 hat Corinne Ramos-Christen, die Tochter von Jörg Christen, die Leitung übernommen, und führt mit Leidenschaft und Professionalität das Lebenswerk ihres Vaters fort.

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